Infos
Wissenswertes rund um das Haus
Eingangstor & Sicherheit
- Wichtig: Das Tor muss immer geschlossen bleiben. Wildschweine sind neugierig und richten im Garten und am Haus große Schäden an, wenn sie hineingelangen.
Elektrizität & Wasser
In dieser wilden Ecke der Toskana kann die Technik manchmal launisch sein.
- Stromausfall: Vor allem bei Gewittern kann der Strom ausfallen.
- Extern: Wenn alle Sicherungen im Haus drin sind, liegt es am Netz. Hier hilft nur Warten (meist nur ein paar Stunden).
- Intern: Falls eine Sicherung rausgesprungen ist, prüfe bitte folgende Orte:
- Keller: Raum rechts der Waschküche.
- Waschküche: Hinter dem Waschtrog.
- Elektrizitätshäuschen im Außenbereich.
- Wasserversorgung: Das Wasser wird mit einer elektrischen Pumpe vom Brunnen ins Haus befördert. Das bedeutet: Kein Strom = kein Wasser.
- Trinkwasser: Bitte trinke kein Wasser aus den Hähnen im Haus, da es im Zwischentank stehen kann. Das Wasser direkt am Außenbrunnen ist jedoch frisches Trinkwasser und kann dort problemlos abgefüllt werden.
Warmwasser & Heizung
- Geduld bringt Wärme: Das Warmwasser wird über Gas und Solarthermie erzeugt. Es dauert eine Weile, bis es durch die Leitungen zum Hahn fließt – hab bitte etwas Geduld.
- UG & Außenbad: In der unteren Wohnung und im Außen-Badezimmer gibt es zusätzlich Elektro-Boiler, die du bei deiner Ankunft einschalten musst.
- Heizung: Die Gas-Zentralheizung darf nur nach Rücksprache mit uns eingeschaltet werden.
Insektenschutz
Die Mücken hier sind "toskanisch-intensiv" und lassen sich von Fliegengittern allein oft nicht aufhalten.
- Schutz: Wir empfehlen dringend, ein eigenes Moskitonetz mitzubringen oder die vorhandenen Stecker für die Steckdose zu nutzen. Die Stiche sind deutlich spürbarer als im Norden.
Abfall & Kompost
Wir legen Wert auf eine saubere Trennung (5 Kategorien):
- Kompost: Nur natürliche Abfälle. Es gibt zwei Stellen: Unterhalb der Parkplätze (beim Feigenbaum) und am Ende der Sitzmauer (Nordseite).
- Wertstoffe: Im Keller findest du Behälter für Glas, Plastik (alle Sorten), Metall und Karton. Es wäre toll, wenn du volle Behälter gelegentlich wegbringst.
- Hausmüll: Alles andere kommt in den Kübelsack.
- Abreise: Bitte nimm allen Restmüll bei der Abreise mit. Entsorgungsstellen findest du überall am Straßenrand.
Lebensmittel
- Geben & Nehmen: Vorhandene Vorräte darfst du gerne nutzen.
- Ersetzen: Grundnahrungsmittel wie Olivenöl, Essig und Honig solltest du bitte in etwa dem Maße ersetzen, wie du sie verbraucht hast.
- Hygiene: Bitte lass bei der Abreise keine offenen oder leicht verderblichen Lebensmittel zurück.
Leben in der Wohnung (OG)
- Zimmer-Orientierung: Wenn du von der Küche den Gang am Bad vorbei gehst:
- Links: Zimmer West
- Rechts: Zimmer Ost
- Geradeaus: Zimmer Nord
- Böden: Die Böden in Zimmer West und Nord sind alt und etwas fragil, aber absolut sicher. Bitte geh pfleglich mit ihnen um.
- Bettwäsche: Du findest ausreichend Bettzeug in den Truhen (Zimmer West/Ost), im Schrank (Zimmer West) oder im Nebenzimmer von Zimmer Ost. Bitte deponiere die gebrauchte Wäsche bei Abreise in der Waschküche.
Feuerstelle & Terrasse
- Kamin: Nutze den Kamin gerne zum Heizen oder Grillen. Hinweis: Bei Nordwind zieht er leider nicht optimal.
- Holz: Du darfst das vorhandene Scheitholz nutzen. Kleinholz (Äste, Tannenzapfen) zum Anfeuern sammle bitte wieder im Wald oder bringe neues mit.
- Terrasse: Das Geländer ist nicht stabil. Bitte lehne dich nicht dagegen und setze dich auf keinen Fall darauf!
- Möbel: Stühle und Sonnenschirm stehen im Wohnzimmer bereit. Bitte räume sie bei deiner Abreise wieder hinein.
In der Umgebung
Wildschweine
In der Toskana gehören Wildschweine ( Cinghiali) fast schon zum Straßenbild – egal ob in den Hügeln des Chianti oder in den Pinienwäldern der Maremma. Grundsätzlich sind sie eher scheu und meiden den Kontakt zum Menschen.
Gefährlich werden sie eigentlich nur in drei spezifischen Situationen:
1. Die Bache und ihre Frischlinge
Dies ist der häufigste Grund für Aggressionen. Wenn eine Mutter ( Cinghiala) das Gefühl hat, dass ihre Jungen bedroht werden, fackelt sie nicht lange.
- Wann: Besonders im Frühjahr und Frühsommer.
- Anzeichen: Wenn du kleine, gestreifte Frischlinge siehst, ist die Mutter garantiert in der Nähe. Halte sofort Abstand.
2. Verletzte oder in die Enge getriebene Tiere
Ein verletztes Wildschwein (z. B. durch einen Autounfall oder die Jagd) steht unter massivem Stress und Schmerz.
- Die Jagdsaison: In der Toskana findet die Treibjagd meist von Oktober bis Januar statt. In dieser Zeit sind die Tiere aufgescheucht und tendenziell aggressiver. Achte auf Warnschilder ( Caccia al cinghiale) und trag im Wald auffällige Farben.
3. Futter-Gewöhnung (Die "Stadtschweine")
In manchen Gegenden haben sich Wildschweine so sehr an Menschen gewöhnt, dass sie keine Angst mehr zeigen. Wenn sie glauben, dass du Futter hast, können sie aufdringlich und fordernd werden. Das ist kein "süßes" Verhalten, sondern unberechenbar.
Was tun bei einer Begegnung?
Solltest du beim Wandern oder Spazierengehen auf eine Rotte treffen, befolge diese Regeln:
- Ruhe bewahren: Nicht rennen und nicht schreien.
- Rückzug: Geh langsam und ruhig rückwärts weg. Gib dem Tier immer einen Fluchtweg – ein in die Enge getriebenes Wildschwein greift eher an.
- Hunde an die Leine: Das ist der wichtigste Punkt in der Toskana. Hunde lösen bei Wildschweinen sofort den Verteidigungsinstinkt aus. Wenn dein Hund das Schwein jagt oder verbellt, bringt er das wütende Tier im schlimmsten Fall direkt zu dir zurück.
- Lärm machen: Wenn du durch dichtes Gebüsch läufst, unterhalte dich oder tritt fest auf. Wildschweine hören dich meist lange vor der Sichtung und ziehen sich zurück.
Wichtiger Hinweis für Autofahrer: In der Toskana passieren die meisten Unfälle mit Wildschweinen in der Dämmerung und Nacht. Wenn ein Schwein die Straße überquert, brems sofort ab – es folgen fast immer noch fünf weitere!
Aspisviper
Die Aspisviper ist die mit Abstand häufigste Giftschlange in der Toskana. Man findet sie in den verschiedensten Lebensräumen – von trockenen Steinmauern über Weinberge bis hin zu lichten Wäldern.
- Aussehen: Gedrungener Körper, meist zwischen 60 und 80 cm lang. Charakteristisch ist die leicht aufgeworfene Schnauzenspitze und die vertikalen Schlitzpupillen.
- Giftigkeit: Ihr Biss ist giftig, aber für einen gesunden Erwachsenen in der Regel nicht lebensgefährlich. Das Gift wirkt hämotoxisch und zytotoxisch (greift Gewebe und Blut an).
- Gefahrenpotenzial: Die Schlange ist sehr scheu und beißt nur zur Verteidigung, wenn man auf sie tritt oder sie bedrängt. Todesfälle sind extrem selten, dennoch ist ein Biss ein medizinischer Notfall, der im Krankenhaus behandelt werden muss.
Was tun bei einer Begegnung oder einem Biss?
Wichtig: Die meisten Schlangen, die man in der Toskana sieht, sind ungiftige Nattern (wie die Gelbgrüne Zornnatter). Diese können über 1,50 m lang werden und zischen laut, sind aber völlig harmlos.
- Abstand halten: Vipern springen nicht an. Zwei Meter Abstand sind absolut sicher.
- Festes Schuhwerk: Beim Wandern durch hohes Gras oder Gestrüpp sind Wanderstiefel der beste Schutz.
- Im Falle eines Bisses:
- Ruhe bewahren (Hektik beschleunigt die Giftverteilung).
- Die betroffene Stelle ruhigstellen.
- Kein Aussaugen, Abbinden oder Einschneiden.
- Umgehend den Notruf ( 112) wählen oder das nächste Krankenhaus ( Ospedale) aufsuchen.
Skorpione
Keine Sorge – wenn du in der Toskana auf einen Skorpion triffst, ist das meist eher ein kleiner Schreckmoment als eine echte Gefahr. Hier ist das Wichtigste, was du wissen musst:
Welche Arten gibt es?
In der Toskana triffst du fast ausschließlich auf Skorpione der Gattung Euscorpius. Die häufigste Art ist der Euscorpius italicus (Italienischer Skorpion).
- Aussehen: Sie sind meist dunkelbraun bis schwarz, oft mit etwas helleren Beinen.
- Größe: Sie werden selten größer als 4 bis 5 cm.
- Lebensraum: Sie lieben es schattig und leicht feucht. Du findest sie unter Steinen, in Mauerritzen oder Brennholzstapeln. Manchmal verirren sie sich auch in alte Steinhäuser, Keller oder Badezimmer.
Wie gefährlich sind sie?
Die kurze Antwort: Nicht gefährlich für gesunde Menschen.
- Der Stich: Ein Stich dieser Arten ist in etwa vergleichbar mit einem Wespen- oder Bienenstich. Es brennt kurzzeitig und kann leicht anschwellen.
- Giftigkeit: Ihr Gift ist schwach und darauf ausgelegt, kleine Insekten zu betäuben. Für den Menschen ist es nicht lebensbedrohlich.
- Verhalten: Skorpione sind sehr scheu. Sie greifen nicht aktiv an, sondern stechen nur zur Verteidigung, wenn man sie zum Beispiel versehentlich quetscht.
Wichtig: Wie bei Bienenstichen können Allergiker jedoch heftiger reagieren. In einem solchen Fall (oder bei extremer Schwellung/Atemnot) solltest du natürlich sofort einen Arzt aufsuchen.